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Digital Skipper |29/01, 2026
In diesem Leitfaden erklären wir Ihnen alles Wissenswerte über die Elektronik und die Netzwerke Ihres Bootes – von NMEA 0183 und NMEA 2000 bis hin zu Autopilot, Kurs, Strömung, galvanischer Korrosion und digitalen Verbindungen. Klare Erklärungen, konkrete Beispiele und praktische Tipps machen es Ihnen leicht verständlich, wie alles an Bord funktioniert.
Ein serielles Format, bei dem jedes Gerät Daten über eigene Leitungen an ein anderes sendet. Die Informationen werden als „Sätze“ übertragen, beispielsweise GPS-Position, Geschwindigkeit, Kurs oder Tiefe.
Häufig anzutreffen in:
– Ältere Verschwörer
– AIS-Empfänger
– VHF mit DSC
– Frühe Autopiloten
– Echolot
Denken Sie so:
Wie beim direkten Anschluss eines Druckers über USB → ein Kabel pro Gerät.
Wenn Sie mehrere Datentypen senden möchten, werden mehr Kabel benötigt → unübersichtlich.
Ein modernes Busnetzwerk, in dem alle Geräte das gleiche Daten-Backbone nutzen.
Verfügbar in: modernen Plottern, Motorinstrumenten, AIS, Windsensoren, Autopiloten, Tanksensoren usw.
Vorteile:
✔ Ein Kabelbaum für alles
✔ Schneller und stabiler Datenverkehr
✔ Leicht erweiterbar
✔ Weniger Kabelsalat
Denken Sie so:
Wie in einem Heimnetzwerk – alle Geräte kommunizieren über denselben „Router“.
Das Hauptkabel, über das sowohl Daten als auch Strom fließen.
Wichtig:
– Terminator an jedem Ende
– Nur ein Netzteil
– Alle Einheiten sind über T-Verbinder miteinander verbunden.
Sitzt an jedem Ende des Backbone-Netzwerks und schließt dieses elektrisch ab.
Ohne sie riskieren Sie Folgendes:
✘ Kein Gerät gefunden
✘ Autopilotprobleme
✘ Instabile Daten
✘ „Hängendes“ Netzwerk
PGN (Parameter Group Number) definiert, welche Art von Daten gesendet wird.
Beispiele: Winddaten, GPS-Position, Motordaten, Tankfüllstand, Batteriestatus.
PGN kann man sich als Dateiformat vorstellen:
JPG = Bild
MP3 = Audio
PGN 128259 = Geschwindigkeit durch Wasser
– SeaTalk : älteres proprietäres System
– SeaTalkNG : neuere Variante, kompatibel mit NMEA 2000 über Adapter
Bei einer Aufrüstung werden häufig die richtigen Kabel und Konverter benötigt.
Kombiniert oder teilt mehrere NMEA-0183-Datenströme auf. Beispiel: GPS + AIS → Kartenplotter oder GPS → Autopilot und UKW-Funkgerät.
Ermöglicht die Kommunikation zwischen alten und neuen Systemen.
Beispiel: AIS in 0183 → Plotter in N2K.
Liefert Position, Geschwindigkeit, Kurs und Zeit. Wird in Plottern, Apps, VHF/DSC-Geräten und Autopiloten verwendet.
Beinhaltet GPS, Galileo (EU), GLONASS, BeiDou.
Bietet eine schnellere und zuverlässigere Positionsbestimmung, insbesondere in Archipelen.
Sendet und empfängt Informationen über VHF: Position, Kurs, Geschwindigkeit, MMSI, CPA usw.
Unschätzbar wertvoll bei Dunkelheit, Nebel und Verkehrsstau.
Funktioniert unabhängig von Licht und Sichtverhältnissen. Zeigt Land, Boote, Bojen – auch bei Dunkelheit und Nebel.
Liefert Tiefeninformationen, Bodenprofil und manchmal Fischdaten. Wichtig für die Sicherheit beim Ankern und die grundlegende Navigation.
Der Kurs ist eines der am häufigsten missverstandenen Konzepte an Bord. Deshalb widmen wir ihm hier einen eigenen, besonders verständlichen Abschnitt. Kurz gesagt: Der Kurs ist die Richtung, in die der Bug des Bootes aktuell zeigt , und genau diese Richtung nutzt der Autopilot zum Steuern.
Wenn man anfängt, Windsensoren, Radar, Autopilot und Plotter anzuschließen, wird es schnell wichtig, den Unterschied zwischen magnetischem Kurs und wahrem Kurs zu verstehen.
Der magnetische Kurs ist der Kurs, den das bordeigene Messinstrument direkt abliest. Er stammt von:
Es handelt sich um die Richtung, in die das Boot in Bezug auf den magnetischen Nordpol zeigt .
Betroffen von:
Vorteile:
✔ Funktioniert immer, auch ohne GPS
Nachteile:
✘ Es können mehrere Fehlergrade auftreten, wenn Abweichungen/Variationen nicht korrigiert werden.
Der wahre Kurs ist der korrigierte Kurs und wird verwendet, wenn Navigationssysteme höchste Genauigkeit erfordern.
Wahrer Kurs = magnetischer Kurs + Abweichung + Variation
Dies ist der Kurs in Bezug auf den geographischen Norden der Erde – genau der Kurs, auf dem Seekarten basieren und den moderne Systeme verwenden.
Verwendet von:
Ein realistisches Beispiel:
→ Wahrer Kurs = 045 + 2 + 7 = 054°T
Also: Der Kompass zeigt 045° an, aber Ihr Boot zeigt tatsächlich in Richtung 054° in Bezug auf den geografischen Norden.
Der Autopilot
Ein Autopilot, der einer Route folgen soll, benötigt oft den genauen Kurs , um:
Bei falscher Kursausrichtung driftet der Autopilot leicht vom Kurs ab.
Radar-Overlay
Damit Radar und Karte exakt übereinander liegen , ist die korrekte Kursangabe erforderlich.
Andernfalls wird das Radarecho zur Seite verschoben.
Winddaten
Der wahre Wind wird anhand der Windrichtung als Eingabewert berechnet.
Falscher Kurs = falscher Wind → falsche Trimmung, falscher Autopilotmodus.
✔ COG – Kurs über Grund
GPS-gemessener tatsächlicher Kurs über die Erdoberfläche. Beeinflusst von Wind und Strömung.
✔ SOG – Geschwindigkeit über Grund
Geschwindigkeit über Land – wichtig für die voraussichtliche Ankunftszeit.
✔ STW – Speed Through Water
Hohe Geschwindigkeit im Wasser – gut zum Segeln und Trimmen.
Vergleiche SOG und STW → du erhältst die aktuelle Stärke.
– Scheinbarer Wind : Wind, den man an Bord spürt
– Wahrer Wind : tatsächlicher Wind relativ zur Erde
Motor 5 Knoten gegen den Wind → scheinbare Zunahme
Segeln vor dem Wind → scheinbare Windgeschwindigkeit nimmt stark ab
Kleine Gleichströme im Wasser fressen Metall an: Zahnräder, Propeller, Wellen.
Preisgünstiger Schutz vor Strömungen über Landstrom.
Bester Schutz – isoliert das gesamte elektrische System vom Festland.
Sie können jetzt:
✅ Verstehen, wie NMEA-Systeme verbunden sind
✅ AIS, Radar, Autopilot und Geber korrekt anschließen
✅ Kurs, COG, SOG und wahren Wind verstehen
✅ Vermeiden Sie häufige Netzwerkprobleme
✅ Den Unterschied zwischen magnetischer und wahrer Kurs verstehen
✅ Schnellere Fehlerbehebung und intelligentere Installation
Ergebnisse:
– sicherere Navigation
– einfachere Installation
– weniger Kabelchaos
– bessere Instrumentenleistung