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Digital Skipper |1/11, 2025
Ab dem 1. Januar 2025 führen mehrere schwedische Stromnetzbetreiber ein neues Preismodell ein, das auf Leistung basiert – einen sogenannten Leistungszuschlag. Das bedeutet, dass Haushalte nicht mehr nur für die Menge des verbrauchten Stroms (kWh) bezahlen, sondern auch für die gleichzeitig genutzte Leistung (kW). Ziel ist es, die Belastung des Stromnetzes auszugleichen und teure Netzausbauten zu vermeiden.
Der Leistungszuschlag ist eine Gebühr, die auf dem höchsten gleichzeitigen Stromverbrauch eines Haushalts innerhalb eines Monats basiert. Es sind also nicht die Strommengen, die am meisten kosten, sondern wann und wie schnell der Strom verbraucht wird. Wenn Sie beispielsweise gleichzeitig Ihr Elektroauto laden, die Waschmaschine laufen lassen und den Herd benutzen, entsteht eine Leistungsspitze, die teuer werden kann.
Für Haushalte ohne Energiespeicher stellt der Leistungszuschlag eine neue Herausforderung dar. Viele haben Schwierigkeiten, ihren Stromverbrauch auf Schwachlastzeiten zu steuern, insbesondere Familien mit Kindern und festen Routinen. Dies kann zu höheren Kosten führen – nicht weil sie mehr Strom verbrauchen, sondern weil sie ihn gleichzeitig verbrauchen.
Tipps zur Reduzierung von Leistungsspitzen:
Haushalte, die ein Energiespeichersystem (ESS), z. B. Batterien, installiert haben, haben einen großen Vorteil. Diese Systeme können Strom in Schwachlastzeiten (wenn der Strom günstig und das Netz weniger belastet ist) speichern und ihn dann in Spitzenlastzeiten nutzen. Dies wird als Peak Shaving bezeichnet – und es kann Leistungsspitzen erheblich senken.
Vorteile von ESS:
Auch wenn ein ESS dazu beitragen kann, Leistungsspitzen zu reduzieren, gibt es einen wichtigen Aspekt zu beachten: Das Laden der Batterie selbst kann neue Leistungsspitzen erzeugen – insbesondere wenn das Laden in Zeiten hoher Belastung des Stromnetzes erfolgt.
Wenn die Batterie mit hoher Leistung (z. B. 5–10 kW) geladen wird, während der Haushalt andere stromintensive Geräte nutzt, kann der gesamte Stromverbrauch in die Höhe schnellen. Dies löst den Leistungszuschlag aus und kann zu höheren Kosten führen – obwohl der Haushalt eine Batterie besitzt.
Um zu vermeiden, dass das ESS-Laden selbst zu einem Kostentreiber wird, sollten Haushalte mit Batteriespeichern strategisch über Ladezeiten und -steuerung nachdenken:
Der Leistungszuschlag ist Teil der schwedischen Elektrifizierungsstrategie – er erfordert jedoch eine Anpassung der Haushalte. Für Haushalte ohne ESS kann dies höhere Kosten und die Notwendigkeit veränderter Gewohnheiten bedeuten. Für Haushalte mit ESS ist es eine Möglichkeit, Geld zu sparen – aber nur, wenn das Laden intelligent erfolgt.